Etiketten-Lexikon

Detaillierte Erklärung des Etikettenstanzverfahrens: Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Etikettenqualität

📅 2026-07-10 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 6Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

Detaillierte Erklärung der Prinzipien, Typen und Qualitätskontrollpunkte des Etikettenstanzverfahrens.

Die Bedeutung des Stanzens in der Etikettenproduktion

Das Stanzen (Die-cutting) ist der entscheidende Schritt, bei dem Etiketten von einer bedruckten Rolle zu einer eigenständigen, etikettierfähigen Einheit werden. Dabei wird mit einer Stahlstanzform das Etikett entlang seiner Kontur präzise durchtrennt und gleichzeitig das überschüssige Ausschussmaterial ausgestanzt, sodass die Etiketten ordentlich auf dem Trägerpapier angeordnet sind. Die Stanzqualität bestimmt direkt die Gebrauchstauglichkeit des Etiketts – ob die Kanten glatt sind, das Etikettieren reibungslos verläuft und die Form konsistent ist.

Ein noch so schön bedrucktes Etikett ist bei der Etikettierung ein Ausschuss, wenn die Stanzkanten fusselig sind, die Maße abweichen oder der Ausschuss nicht sauber entfernt wurde. Nach Branchenerfahrung machen stanzbedingte Qualitätsprobleme etwa 30-40 % der Etikettenreklamationen aus.

Drei Arten des Etikettenstanzens

Das Stanzen von Etiketten wird je nach Schnitttiefe und Funktionsprinzip in drei Typen unterteilt, die jeweils für verschiedene Etikettentypen und Anwendungsszenarien geeignet sind.

Kiss-Cut (Halbschnitt)

Beim Kiss-Cut wird nur das Obermaterial (Etikettenpapier) durchtrennt, nicht das Trägerpapier. Dies ist die am häufigsten verwendete Stanzmethode für Haftetiketten. Nach dem Stanzen sind die Etiketten auf dem Obermaterial präzise durchtrennt, während das Trägerpapier ununterbrochen bleibt. Im Ausschussprozess wird das überschüssige Abfallmaterial abgezogen, sodass die Etiketten sauber auf dem Trägerpapier verbleiben, bereit für die automatische oder manuelle Etikettierung. Geeignet für die meisten Haftetikettenprodukte.

Durchstanzen (Vollschnitt)

Beim Durchstanzen werden sowohl Obermaterial als auch Trägerpapier durchtrennt. Es wird für Etiketten verwendet, die keine Trägerpapierunterstützung benötigen, oder für Situationen, in denen das Etikett separat abgezogen werden muss, z. B. Anhänger, Siegelaufkleber oder einige Verpackungsetiketten. Das Durchstanzen ist weniger effizient, da der Ausschuss nicht von der Rolle entfernt werden kann; es erfordert in der Regel manuelle oder spezielle maschinelle Einzelblattverarbeitung.

Rillen (Scoring)

Das Rillen ist ein Hilfsprozess des Stanzens, bei dem eine Falzlinie in das Etiketten- oder Verpackungsmaterial geprägt wird, um das Falten zu erleichtern, ohne die Materialoberfläche zu beschädigen. Wenn das Etikettendesign eine Faltstruktur enthält (z. B. die Faltstelle eines doppelseitigen Etiketts), ist eine Rillung erforderlich.

Kernfaktoren, die die Stanzqualität beeinflussen

Die folgenden vier Faktoren haben den größten Einfluss auf die Stanzqualität von Etiketten und sollten bei der Beschaffung und im Design besonders beachtet werden.

Qualität der Stanzform

Die Stanzform ist das „Werkzeug“ des Stanzens; ihre Präzision bestimmt direkt die Schnittgenauigkeit des Etiketts. Hochwertige Stanzformen verwenden importierten Stahl mit gleichmäßigem Klingenwinkel und einheitlicher Höhe. Nach einer gewissen Nutzungsdauer muss die Stanzform nachgeschliffen oder ausgetauscht werden. Die Lebensdauer einer Stanzform liegt in der Regel zwischen 100.000 und 300.000 Schnitten. Bei Überschreitung der Lebensdauer kann die Stanzform fusselige Kanten oder Maßabweichungen verursachen.

Stanzdruck

Der Stanzdruck muss präzise eingestellt werden. Zu geringer Druck führt dazu, dass das Etikett nicht vollständig durchtrennt wird und der Ausschuss nicht abgezogen werden kann. Zu hoher Druck durchtrennt das Trägerpapier (was zu Brüchen beim Etikettieren führt) oder beschleunigt den Verschleiß der Stanzform. Der ideale Stanzdruck durchtrennt das Obermaterial gerade so, dass auf dem Trägerpapier ein deutlicher Abdruck entsteht, ohne dass es reißt. Die Einstellung des Drucks erfordert viel Erfahrung des Bedieners.

Materialeigenschaften

Verschiedene Etikettenmaterialien verhalten sich beim Stanzen unterschiedlich. Gestrichenes Papier hat eine gute Faserzähigkeit und ergibt saubere Stanzkanten. Synthetikpapier und PET-Folien erfordern beim Stanzen einen höheren Druck und schärfere Stanzformen, da sonst die Kanten ausfransen oder nicht vollständig durchtrennt werden. Auch die Dickentoleranz des Materials beeinflusst die Stanzstabilität; bei einer Dickenabweichung von mehr als ±10 % muss der Druck möglicherweise chargenweise angepasst werden.

Ausschussprozess

Der Ausschussprozess entfernt das nach dem Stanzen anfallende Abfallmaterial vom Trägerpapier. Eine zu geringe Abzugsspannung führt dazu, dass der Ausschuss nicht reißt und die Maschine blockiert. Eine zu hohe Spannung lockert die Etiketten auf dem Trägerpapier, was zu „fliegenden“ Etiketten (Etikettenverschiebung) führt. Das Zusammenspiel von Abzugswinkel, Geschwindigkeit und Spannung muss je nach Etikettenform und Materialeigenschaften eingestellt werden.

Vergleich der Stanzleistung gängiger Etikettenmaterialien

Gestrichenes Papier: Hervorragende Stanzleistung, glatte Kanten, geeignet für die meisten Anwendungen. Synthetikpapier: Mittlere Stanzschwierigkeit, scharfe Stanzformen und präzise Druckkontrolle erforderlich. PET-Etiketten: Höhere Stanzschwierigkeit, Kanten können feine Fusseln aufweisen, regelmäßiger Austausch der Stanzform erforderlich. Thermopapier: Gute Stanzleistung, aber die Thermobeschichtung ist druckempfindlich; zu hoher Druck kann zu Verfärbungen führen.

Wie überprüft man die Stanzqualität?

Bei Wareneingang können folgende Prüfungen durchgeführt werden: Ein Etikett manuell abziehen und den Abzugswiderstand gleichmäßig prüfen. Wenn ein Abschnitt besonders locker oder fest ist, deutet dies auf eine ungleichmäßige Stanztiefe in diesem Bereich hin. Das Etikett auf eine ebene Fläche kleben und die Kanten auf Sauberkeit prüfen. Die Umrisse des Etiketts gegen das Licht betrachten – sie sollten klar und durchgehend sein. Für Chargen wird empfohlen, zunächst 100 Etiketten zu kleben, um die Etikettierbarkeit zu überprüfen.

Das Stanzen ist die letzte Qualitätskontrolle bei der Etikettenherstellung. Durch die Wahl eines Lieferanten mit hoher Stanzpräzision und regelmäßigem Stanzformwartungsprogramm kann die Ausschussrate beim Etikettieren effektiv gesenkt werden. Der Stanzprozess von LeXiang Verpackung ist mit automatischer Ausschussentfernung und optischer Inspektion ausgestattet, um eine gleichbleibende Stanzqualität jedes Etiketts zu gewährleisten.

Häufige Fragen

Welche Genauigkeit kann beim Stanzen von Etiketten erreicht werden?

Die übliche Stanzgenauigkeit beträgt ±0,3 mm. Bei Hochpräzisionsstanzen (mit Laser-Stanzformen oder Präzisionsstahlplatten) kann eine Genauigkeit von ±0,1 mm erreicht werden. Die genaue Genauigkeit hängt von der Etikettengröße, der Formkomplexität, dem Materialtyp und dem Maschinenzustand ab. Es wird empfohlen, die Genauigkeit während der Bemusterung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entspricht.

Sind die Stanzkosten für runde Etiketten und unregelmäßig geformte Etiketten gleich?

Nein, sie sind unterschiedlich. Die Herstellung der Stanzform für unregelmäßig geformte Etiketten ist teurer (die Kosten für die Stanzformplatte betragen etwa 200-800 Yuan) und die Stanzgeschwindigkeit ist langsamer als bei runden oder quadratischen Etiketten, was zu höheren Stückkosten führt. Für unregelmäßig geformte Etiketten wird empfohlen, die Stanzkosten bereits in der Produktdesignphase zu bewerten. Bei großen Mengen sind runde oder abgerundete rechteckige Formen wirtschaftlicher.

Was tun, wenn die Etikettenkanten fusselig sind?

Fusselige Kanten werden in der Regel durch abgenutzte Stanzformen oder zu grobe Materialfasern verursacht. Lösungen: Austausch der Stanzform, Verwendung von Material mit feineren Oberflächenfasern oder Anpassung des Stanzdrucks und des Andruckschwamms. Vor der Serienproduktion wird empfohlen, eine Bemusterung durchzuführen, um die Kantenqualität zu bestätigen.

Was ist der Unterschied zwischen Kiss-Cut und Durchstanzen?

Beim Kiss-Cut wird nur das Obermaterial (Etikettenpapier) durchtrennt, nicht das Trägerpapier. Beim Etikettieren wird das Etikett vom Trägerpapier abgezogen, das Trägerpapier bleibt intakt. Beim Durchstanzen wird das gesamte Material (Obermaterial + Trägerpapier) durchtrennt. Es wird für Etiketten verwendet, die kein Trägerpapier benötigen, wie z.B. Anhänger, oder für separat zu verwendende Etiketten.

Was sind die Ursachen für das Ablösen (Fliegen) von Etiketten nach dem Stanzen?

Das Ablösen (Etiketten lockern sich oder verschieben sich auf dem Trägerpapier) hat in der Regel drei Ursachen: zu hoher Stanzdruck, der das Trägerpapier durchtrennt, unzureichende Spannung beim Ausschussabzug, die die Etiketten lockert, oder unzureichende Klebekraft. Die Parameter müssen im Stanz- und Ausschussprozess angepasst werden.

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