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Was tun bei Farbabweichungen beim Etikettendruck?

📅 2026-07-19 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 6Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

Die fünf Hauptursachen für Farbabweichungen im Etikettendruck und die entsprechenden Kontrollmethoden.

Wie entstehen Farbabweichungen beim Etikettendruck?

Farbabweichungen, also die Differenz zwischen der Farbe des Druckprodukts und dem Designentwurf oder der Standardfarbe, lassen sich beim Etikettendruck nahezu nicht vollständig vermeiden, können jedoch in einem akzeptablen Bereich kontrolliert werden. Die Ursachen der Farbabweichungen zu kennen, ist der erste Schritt zur Lösung des Problems.

Aufgrund der Branchenerfahrung stammen Farbabweichungen hauptsächlich aus fünf Bereichen: Farbumfangunterschiede der Druckverfahren selbst, Farbabweichungen bei unterschiedlichen Materialchargen, Genauigkeit beim Farbabgleich, Stabilitätskontrolle während des Druckprozesses sowie der Einfluss der Weiterverarbeitung auf die Farben. Nur durch eine schrittweise Analyse kann die richtige Lösung gefunden werden.

Unterschiedliche Druckverfahren, unterschiedliche Farbabweichungen

Verschiedene Druckverfahren unterscheiden sich grundsätzlich in ihrem Farbumfang und der Farbwiedergabefähigkeit. Offsetdruck bietet eine gute Farbwiedergabe und klare Rasterpunkte, Sonderfarben können präzise gesteuert werden; Digitaldruck ist plattformfrei, hat aber einen geringeren Farbumfang als Offsetdruck, und bei großen Vollflächenfarben können Gleichmäßigkeitsabweichungen auftreten. Flexodruck und Siebdruck haben ebenfalls ihre eigenen Farbumfangsmerkmale.

Wenn dasselbe Etikett sowohl digital als Proof als auch im Offsetdruck in Großauflage produziert wird, wird es zwangsläufig Farbabweichungen zwischen Papierproof und der endgültigen Großproduktion geben. Die Lösung lautet: Verwenden Sie das endgültige Produktionsverfahren für den Proof. Digitalproofs können nur als Referenz für Wirkung und Struktur dienen; die Großproduktionsfarbe richtet sich nach dem Farbabgleich auf der Offsetdruckmaschine.

Materialunterschiede als versteckte Variable

Bei demselben Etikettenmaterial können sich die Oberflächenbeschichtungsdicke, Glätte und Weiße zwischen verschiedenen Chargen leicht unterscheiden, was sich direkt auf die Farbwiedergabe auswirkt. Gestrichenes Papier (Coated paper) bietet gute Druckergebnisse und beeinträchtigt die Farbabweichungskontrolle nicht. Bei Synthetikpapier, PET und anderen nicht saugfähigen Materialien ist jedoch die Haftung der Druckfarbe anders, und die Farbwiedergabe unterscheidet sich deutlich von Papiermaterialien.

Beim Wechsel der Materialcharge oder des Lieferanten muss zunächst ein Farbabgleichstest auf der Maschine durchgeführt werden; die früheren Farbparameter dürfen nicht direkt verwendet werden.

Kontrollpunkte beim Farbabgleich

Der Farbabgleich ist der Vorgang, bei dem der Druckermeister die Farbe auf der Druckmaschine an die vom Kunden bestätigte Vorlage anpasst – ein entscheidender Schritt bei der Farbabweichungskontrolle. Während des Farbabgleichs sind folgende Punkte zu beachten:

Erstens: Bestätigen Sie die Standardlichtquelle. Vergleichen Sie die Farben unter D50- oder D65-Standardlichtquellen, um visuelle Beurteilungen bei unterschiedlichen Farbtemperaturen zu vermeiden. Zweitens: Verwenden Sie ein Densitometer oder Spektralphotometer zur Messung der Farbabweichung DeltaE. Die Branche verlangt in der Regel DeltaE von maximal 3, in strengen Fällen maximal 1,5. Drittens: Bewahren Sie die vom Kunden unterschriebene Bestätigungsvorlage als einzige Farbnorm für die Serienproduktion auf. Es wird empfohlen, den zulässigen Farbabweichungsbereich im Vertrag zu vereinbaren.

Stabilitätskontrolle während des Druckprozesses

Während des Druckprozesses beeinflussen Farbviskosität, Druckdruck, Maschinengeschwindigkeit sowie Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit die Farbstabilität. Bei Etiketten in Großauflage wird empfohlen, während des Druckprozesses in regelmäßigen Abständen Stichprobenkontrollen der Farbe durchzuführen, die Farbabweichungswerte mit einem Densitometer zu messen und aufzuzeichnen und Abweichungen rechtzeitig anzupassen. Die Farbabweichungskontrolle beim Digitaldruck hängt stärker von den ICC-Farbmanagementdateien des Geräts und der täglichen Kalibrierungswartung ab.

Einfluss der Weiterverarbeitung auf die Farben

Die Laminierung lässt die Farben dunkler und tiefer erscheinen, wobei Mattfolie einen stärkeren Einfluss hat als Glanzfolie. Heißfolienprägung erfordert eine präzise Passergenauigkeit mit dem Druckbild. Bei partiellem UV-Lack erscheinen die Farben in den lackierten Bereichen leuchtender als in den unlackierten Bereichen. Beim Farbabgleich sollten die Weiterverarbeitungsfaktoren berücksichtigt werden; legen Sie zunächst das Weiterverarbeitungsverfahren fest und führen Sie den Farbabgleich unter diesen Bedingungen durch.

Praktische Empfehlungen

Etablieren Sie einen Farbabweichungs-Managementprozess: Proof-Bestätigung mit Farbmuster, Festlegung des DeltaE-Standards, Erststückprüfung, prozessbegleitende Stichprobenprüfung und Endkontrolle. Dokumentieren Sie bei jeder Produktion die Farbabweichungsdaten und bauen Sie schrittweise eine Farbabweichungsdatenbank für verschiedene Materialien und Geräte auf. Digitaldruck und Offsetdruck haben jeweils ihre geeigneten Einsatzszenarien – Digitaldruck für kleine Auflagen mit schneller Lieferung, Offsetdruck für große Auflagen mit hoher Präzision.

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Häufige Fragen

Wie groß ist der Standardbereich für Farbabweichungen beim Etikettendruck?

Die Branche verlangt in der Regel einen DeltaE-Farbabweichungswert von nicht mehr als 3, in Hochstandardfällen nicht mehr als 1,5. Die konkreten Standards sollten bei der Bestellung mit der Druckerei bestätigt werden.

Warum unterscheidet sich die Farbe zwischen Andruck und Großproduktion?

Möglicherweise werden für Andruck und Massenproduktion unterschiedliche Druckverfahren verwendet, oder die Materialchargen unterscheiden sich. Es wird empfohlen, für den Andruck dasselbe Druckverfahren wie für die Massenproduktion zu verwenden.

Was ist der DeltaE-Wert?

DeltaE ist ein numerischer Indikator zur Messung des Unterschieds zwischen zwei Farben. Je kleiner DeltaE, desto ähnlicher sind die Farben. Bei DeltaE von nicht mehr als 1 ist der Unterschied mit bloßem Auge kaum erkennbar.

Welches Verfahren hat geringere Farbabweichungen, Digitaldruck oder Offsetdruck?

Offsetdruck bietet eine stabilere Farbwiedergabe, insbesondere bei der Großserienproduktion. Die Farbabweichung zwischen einzelnen Bögen beim Digitaldruck hängt vom Kalibrierungszustand des Geräts ab.

Wie beschreibt man die Anforderungen an Farbabweichungen gegenüber der Druckerei?

Stellen Sie ein physisches Farbmuster oder eine PANTONE-Farbnummer bereit, geben Sie die Standardlichtquelle an, vereinbaren Sie den DeltaE-Bereich, unterzeichnen Sie das Bestätigungsmuster und archivieren Sie es.

Was tun, wenn sich die Farbe nach der Laminierung verändert?

Die Laminierung lässt die Farben dunkler erscheinen. Am besten verwenden Sie bereits laminierte Muster als Standard in der Farbabstimmungsphase.

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