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Was ist der Unterschied zwischen QR-Code-Etiketten und Barcode-Etiketten?

📅 2026-07-15 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 7Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

<p>QR-Codes haben eine weitaus höhere Informationskapazität als Barcodes und unterstützen Fehlerkorrektur, während Barcodes mit niedrigeren Kosten und einem ausgereiften Rückverfolgungssystem punkten. Die Auswahl sollte je nach Anwendungsszenario erfolgen.</p>

Grundformen der beiden Etikettentypen

Strichcode (Barcode) und QR-Code sind die zwei gängigsten Codierungsarten in der Produktkennzeichnung. Ein Barcode besteht aus einer Reihe unterschiedlich breiter paralleler Linien mit darunterstehenden Ziffern, wobei die Information in eine Richtung (horizontal) angeordnet ist. Ein QR-Code besteht aus einer Matrix schwarzer und weißer Module in zwei Richtungen (horizontal und vertikal), wobei drei der vier Ecken Positionsmuster aufweisen.

Beide Etikettentypen werden auf Selbstklebeetiketten gedruckt und mit Scangeräten gelesen. Betrachtet man jedoch die technischen Prinzipien und Anwendungsbereiche, sind die Unterschiede zwischen beiden beträchtlich.

Zentraler Unterschied 1: Informationskapazität

Die Informationskapazität von Barcodes ist sehr begrenzt. Der verbreitete EAN-13-Barcode kann nur 13 Ziffern speichern, der Code128-Barcode maximal etwa 50 Zeichen. Die Informationskapazität von QR-Codes ist wesentlich größer – ein QR-Code kann bis zu 7089 numerische Zeichen oder 4296 alphanumerische Zeichen speichern. Das bedeutet, dass ein QR-Code-Etikett die kompletten Daten wie Chargennummer, Produktionsdatum, Verfallsdatum, Herkunft und Fälschungsschutzinformationen enthalten kann, während der Barcode nur eine Produktnummer speichern kann.

Zentraler Unterschied 2: Leseverfahren und Richtung

Barcodes werden mit Laserscannern gelesen. Der Scanner muss auf die horizontale Richtung des Barcodes ausgerichtet werden, wobei der Lichtstrahl über Streifen und Zwischenräume fährt. Der Lesewinkel ist eingeschränkt, der Barcode muss horizontal ausgerichtet sein. QR-Codes werden mit Kameras gelesen, basierend auf Bilderkennungstechnologie, und können aus jedem Winkel erkannt werden. Dies ermöglicht es Verbrauchern, QR-Codes direkt mit dem Smartphone zu scannen, während die Handykamera beim Scannen von Barcodes in einem sehr stabilen Winkel gehalten werden muss.

In der Praxis beeinflusst dieser Unterschied direkt die Benutzererfahrung. Das Scanverhalten von Verbrauchern ist intuitiv – sieht man einen QR-Code, weiß man, dass man ihn mit dem Smartphone scannen kann. Verbraucher wissen bei Barcodes jedoch oft nicht, wie sie vorgehen sollen. Im Einzelhandelskassenbereich erreichen geschulte Kassierer mit Laserscannern eine hohe Effizienz, in Self-Service-Szenarien für Verbraucher sind QR-Codes jedoch deutlich benutzerfreundlicher.

Zentraler Unterschied 3: Fehlerkorrekturfähigkeit

QR-Codes verfügen über einen integrierten Reed-Solomon-Fehlerkorrekturalgorithmus mit vier Korrekturstufen: L (ca. 7 %), M (ca. 15 %), Q (ca. 25 %) und H (ca. 30 %). Selbst wenn das Etikett teilweise verdeckt, zerkratzt oder unvollständig gedruckt ist, kann der QR-Code weiterhin korrekt gelesen werden. Diese Eigenschaft ist in Logistik- und Lagerszenarien, in denen Etiketten beschädigt werden können, äußerst nützlich.

Barcodes verfügen über keine Fehlerkorrekturfähigkeit. Wenn ein beliebiger Teil des Barcodes verdeckt ist oder Druckfehler aufweist, kann der Scanner ihn nicht lesen. Dies ist auch der Grund, warum Barcode-Etiketten höhere Anforderungen an die Druckqualität stellen und bei Logistiktransporten häufiger durch Etikettenverschleiß zu Scanfehlern führen.

Zentraler Unterschied 4: Breite der Anwendungsszenarien

Die Haupteinsatzgebiete von Barcodes sind das Einzelhandelskassensystem und die Lagerverwaltung. In Supermärkten, Convenience-Stores und anderen Einzelhandelsendpunkten ist der EAN-Barcode nahezu der weltweite Standard. Barcodes haben eine hohe Lesegeschwindigkeit und niedrige Gerätekosten und sind in groß angelegten Einzelhandels- und Lagerszenarien weiterhin unverzichtbar.

QR-Codes haben wesentlich vielfältigere Einsatzgebiete: Produktrückverfolgung (Scannen zur Anzeige der gesamten Lieferketteninformation), Fälschungsschutzverifizierung (Scannen zur Echtheitsprüfung), Marketinginteraktion (Scannen zur Teilnahme an Aktionen), elektronische Bedienungsanleitungen (Scannen zur Anzeige der Anleitung), Anlagenverwaltung (Scannen zur Erfassung von Geräteinformationen) usw. QR-Codes können Links enthalten und so physische Produkte mit digitalen Online-Inhalten verbinden – etwas, das Barcodes nicht leisten können.

Zentraler Unterschied 5: Druckanforderungen und Kosten

Barcodes stellen geringe Anforderungen an die Druckgenauigkeit. Solange die schwarzen Linien klar und die Zwischenräume sauber sind, können sie im Allgemeinen problemlos gescannt werden. Barcodes können mit gewöhnlichem Offset- oder Flexodruck in großen Mengen kostengünstig produziert werden.

QR-Codes stellen gewisse Anforderungen an die Druckgenauigkeit. Bei zu kleiner Modulgröße oder unzureichendem Kontrast hat die Kamera Schwierigkeiten bei der Erkennung. QR-Codes können mit gewöhnlichen Druckverfahren in großen Mengen (jedes Exemplar gleich) oder mit variablem Datendruck (jedes Exemplar unterschiedlich) produziert werden. Letzteres ist in Fälschungsschutz- und Rückverfolgungsszenarien üblicher. Unter Digitaldruckbedingungen liegen die Produktionskosten für variable QR-Code-Etiketten 20–50 % über denen gleichgroßer Barcode-Etiketten.

Auswahlempfehlung: Welches Szenario erfordert welchen Code

Wenn nur ein Produktidentifikationscode für Einzelhandelskassen und grundlegende Bestandsverwaltung benötigt wird, ist der Barcode ausreichend und am kostengünstigsten. Wenn detaillierte Produktinformationen angezeigt, Verbraucher-Scan-Interaktionen ermöglicht oder Fälschungsschutz und Rückverfolgung realisiert werden sollen, ist der QR-Code besser geeignet. Wenn sowohl Einzelhandelsscannen als auch Rückverfolgung erforderlich sind, können auf der Verpackung sowohl Barcode als auch QR-Code gedruckt werden – der Barcode für die Kasse, der QR-Code für den Verbraucher.

Die GS1-Standardisierungsorganisation hat bereits einen globalen QR-Code-Standard eingeführt (GS1 Digital Link), der es ermöglicht, GTIN (Global Trade Item Number) in den QR-Code einzubetten, sodass der QR-Code gleichzeitig die Doppelfunktion von Barcode und digitalem Zugang übernehmen kann. In Zukunft könnte der Einzelhandelsabwicklungsprozess schrittweise vom Barcode zum QR-Code übergehen, wobei es sich jedoch um einen graduellen Übergang handeln wird.

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Häufige Fragen

Werden QR-Codes Barcodes ersetzen?

Kurzfristig werden sie nicht vollständig ersetzt. Die Lesegeschwindigkeit und das Geräte-Ökosystem von Barcodes im Einzelhandel-Kassenszenario sind sehr ausgereift, und die POS-Systeme der Supermärkte weltweit basieren auf dem Barcode-Standard. QR-Codes dringen jedoch als Ergänzung schnell vor, und der GS1 Digital Link-Standard ermöglicht es QR-Codes, mit Barcode-Funktionen kompatibel zu sein. Der zukünftige Trend ist das Nebeneinander beider, langfristig könnte ein schrittweiser Übergang zu QR-Codes als Hauptstandard erfolgen.

Kann ein Mobiltelefon Barcodes scannen?

Ja, aber die Erfahrung ist nicht so gut wie beim Scannen von QR-Codes. Die Handykamera muss sehr stabil horizontal auf den Barcode ausgerichtet sein, und die Umgebungsbeleuchtung muss ausreichend sein. Die integrierte Scanfunktion einiger Mobiltelefone erkennt Barcodes weniger zuverlässig als spezielle Laserscanner.

Können Barcodes und QR-Codes auf demselben Etikett gedruckt werden?

Ja. Auf vielen Produktverpackungen werden gleichzeitig Barcodes (für den Einzelhandels-Checkout) und QR-Codes (für Kundeninteraktion oder Rückverfolgbarkeit) gedruckt. Sie stören sich gegenseitig nicht und können an verschiedenen Stellen des Etiketts gedruckt werden. Lexiang Packaging unterstützt den gleichzeitigen Druck variabler Daten von Barcodes und QR-Codes auf demselben Etikett.

Welche Größenanforderungen gelten für Barcodes und QR-Codes beim Etikettendruck?

Die Mindestgröße des Barcodes hängt vom Scangerät ab; in der Regel beträgt die Breite des EAN-13 nicht weniger als 30 mm. Die Mindestgröße des QR-Codes hängt von der Modulanzahl und der Druckauflösung ab; bei gängigen QR-Code-Versionen wird eine Seitenlänge von mindestens 15 mm empfohlen. Die spezifische Größe kann je nach Etikettenfläche und Scanabstand angepasst werden.

Was ist GS1 Digital Link?

GS1 Digital Link ist ein globaler Standard, der von der GS1-Organisation eingeführt wurde und es ermöglicht, verschiedene Produktidentifikationsdaten wie GTIN, Chargennummer und Verfallsdatum in QR-Codes einzubetten. Verbraucher können nach dem Scannen auf eine vom Anbieter bereitgestellte Seite weitergeleitet werden, und die Kasse kann den Code als gültige Transaktionsdaten identifizieren. Dieser Standard wird derzeit weltweit eingeführt.

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