Digitaldruck

Digitaldruck „Metall-Sonderfarben“: 3 reale Leistungsgrenzen bei Silber, Gold und Roségold – Pantone 871-877 auf HP Indigo, digitalem UV und Toner Digitaldruck

📅 2026-10-20 ✍️ Wuxi Lexiang Printing & Packaging ⏱ 3Min. Lesezeit

💡 💡 Auf einen Blick

Die realen ΔE-Unterschiede der Pantone-Metallsonderfarben 871-877 (871C Silber / 872C Gold / 876C Roségold) auf 3 Geräteklassen im Digitaldruck: HP Indigo erreicht ΔE 2.5-4.2, wobei Roségold mit bis zu 4.2 den höchsten Wert aufweist. Digitaler UV-Druck erreicht ΔE 1.5-3.0 und liefert das beste Ergebnis. Toner-Digitaldruck kann keine Metallsonderfarben drucken und simuliert sie lediglich mit CMYK bei ΔE 5-8. 3 zentrale Grenzen sind die Farbschichtdicke (HP Indigo 5-7 μm, whereby some metal particles are covered; UV printing 8-12 μm, bringing the particles to the surface), die Drucktauglichkeit due to different melting temperatures of toner and metal particles, and die Nachverarbeitung, bei der matte Folienkaschierung den Metalleindruck um 20-30 % reduziert, während bei glänzender Folie Blasen sichtbar werden. Für einen echten Metalleindruck empfiehlt sich digitale Heißprägung oder Offset mit Heißprägefolie. Digitaldruck kann ausschließlich metallische Farbverläufe liefern.

Im Juli 2026 wandte sich der Inhaber eines Digitaldruckereibetriebs für hochwertige Marken-Geschenkboxen aus Guangdong an uns. Der Betrieb erhielt den Auftrag für Roségold-Geschenkboxen einer chinesischen Beauty-Marke. Im Design des Kunden stand ausdrücklich „Pantone 876C Metallfarbe verwenden“. Aufgrund seiner Erfahrung druckte der Inhaber die Metallfarbe auf einem HP Indigo 7900. Nach der Produktion lag die Abnahmerate des Kunden jedoch nur bei 47 %. Der Kunde wollte tatsächlich eine stark glänzende Metallwirkung, der Digitaldruck lieferte jedoch einen matten Verlauf.

Erst dann wurde deutlich, dass Metallsonderfarben im Digitaldruck (Pantone 871-877) weit von echten Metallfarben entfernt sind. Mit „Metallfarbe“ meint der Kunde meist einen metallischen Glanz und nicht die Farbe auf einem Pantone-Metallfarbfächer. Dieser Punkt gehört zu den am leichtesten verwechselbaren der 3 realen Grenzen der Metallsonderfarben im Digitaldruck.

Die 3 realen Leistungsunterschiede der Pantone-Metallsonderfarben 871-877 auf verschiedenen Geräten

Die Pantone-Serie 871-877 umfasst insgesamt 7 Farben. Metallpartikelgehalt, Grundfarbe und Drucktauglichkeit unterscheiden sich je Farbe. Die tatsächliche Leistung im Digitaldruck auf 3 Geräteklassen sieht wie folgt aus:

Pantone-FarbnummerFarbnameHP Indigo ΔEDigitaler UV-Druck ΔEToner-Digitaldruck ΔE
871CMetallsilber2.8-3.51.5-2.2Nicht druckbar
872CMetallgold3.0-3.81.8-2.5Nicht druckbar
873CAltgold3.2-4.02.0-2.8Nicht druckbar
874CDunkles Silber2.5-3.21.5-2.0Nicht druckbar
875CWarmes Silber2.8-3.51.6-2.3Nicht druckbar
876CRoségold3.5-4.22.0-3.0Nicht druckbar
877CSilbergrau2.5-3.01.4-1.9Nicht druckbar

Beobachtung 1: Beim Druck von Metallsonderfarben liegt HP Indigo allgemein bei ΔE 2.5-4.2 und erreicht damit nicht den Offset-Standard von ΔE 1.0-1.5. Digitaler UV-Druck erreicht ΔE 1.5-3.0 und liegt näher am Offset-Ergebnis. Geräte von Xerox und Konica Minolta im Toner-Digitaldruck können Metallsonderfarben nicht drucken, sondern lediglich einen Silbergrautton simulieren.

Beobachtung 2: Roségold (Pantone 876C) liefert von allen 7 Farben das schlechteste Ergebnis und weist allgemein einen höheren ΔE-Wert auf. Roségold erfordert eine Mischung aus Gold- und Rosepigmenten, die durch den Farbaufbau des Digitaldrucks nur schwer exakt reproduziert werden kann.

Grenze 1: Farbschichtdicke – Durchmesser der Metallpartikel 4-15 μm

Der Kern einer Metallsonderfarbe sind Metallpartikel. Bei den üblichen Pantone 871-877 haben die Metallpartikel einen Durchmesser von 4-15 μm. Eine Metallwirkung wird erst sichtbar, wenn die Farbschichtdicke ≥ 8 μm beträgt.

Die tatsächliche Farbschichtdicke bei den 3 Geräteklassen im Digitaldruck beträgt:

  • HP Indigo: Farbschichtdicke 5-7 μm durch Transfer von Flüssigfarbe. Ein Teil der Metallpartikel liegt unter der Farbschicht, wodurch die Metallwirkung um 30-40 % schwächer ausfällt.
  • Digitaler UV-Druck: Farbschichtdicke 8-12 μm durch UV-Härtung. Der größte Teil der Metallpartikel liegt an der Oberfläche und erzeugt eine starke Metallwirkung.
  • Toner-Digitaldruck: Farbschichtdicke 4-6 μm durch elektrostatischen Tonertransfer. Die Metallpartikel können nicht an die Oberfläche gelangen, sodass im Wesentlichen kein Metalleffekt entsteht.

Reale Vergleichswerte: Bei derselben Pantone 872C in Metallgold erzielt HP Indigo eine visuelle Metallbewertung von 3.2/5, digitaler UV-Druck 4.6/5 und Toner-Digitaldruck 1.5/5. Diese Werte zeigen den realen Unterschied der Metallwirkung zwischen den 3 Geräteklassen.

Was der Druckbetrieb umsetzen kann: Wenn der Kunde ein „starkes Gold mit Metallwirkung“ wünscht, empfiehlt sich zunächst eine Musterproduktion im digitalen UV-Druck. Bei Metallsonderfarben auf HP Indigo sollte der Druck zusätzlich durch eine dünne UV-Schicht von 0.5 μm gehärtet werden. Dadurch gelangen die Metallpartikel an die Oberfläche und die Metallwirkung steigt um 25-35 %.

Grenze 2: Drucktauglichkeit – Toner-Digitaldruck kann nur Verläufe simulieren

Toner-Digitaldruck (Xerox iGen / Konica Minolta AccurioPress / HP PageWide) kann keine echten Metallsonderfarben drucken. Dafür gibt es 3 Gründe:

  • Der Durchmesser der Tonerpartikel von 5-8 μm stimmt nicht mit dem Schmelzverhalten der Metallpartikel von 4-15 μm überein, sodass der Toner ungleichmäßig schmilzt.
  • Der Tonertransfer beruht auf elektrostatischer Anziehung. Metallpartikel können das elektrische Feld stören und den Transfer unvollständig machen.
  • Die Schmelztemperatur des Toners von 180-220 ℃ kann die Metallpartikel oxidieren und schwarz verfärben.

Eine „Metallfarbe“ im Toner-Digitaldruck kann nur auf 3 Arten simuliert werden:

  • Pantone 872C mit normalem Vierfarb-CMYK simulieren; der ΔE-Wert liegt üblicherweise bei 5-8 und ist mit bloßem Auge erkennbar.
  • Eine CMYK-Silbergraupalette verwenden; ΔE 3-5.
  • Einen metallisch wirkenden Verlauf mit zusätzlichen Glanz- und Schattenbereichen kombinieren, um den Metallglanz nachzuempfinden.

Wenn ein Druckbetrieb einen Auftrag für „Metallfarbe im Digitaldruck“ annimmt und der Kunde nur Toner-Digitaldruck bezahlen kann, sollte der Betrieb vorab darauf hinweisen, dass „die Metallwirkung lediglich simuliert wird und das Ergebnis matteres Silber ist“. So lassen sich Streitigkeiten bei der Abnahme vermeiden.

Grenze 3: Oberflächen-Nachverarbeitung – Folienkaschierung reduziert die Metallwirkung um 15-25 %

Nach dem Digitaldruck einer Metallsonderfarbe beeinflussen 3 gängige Nachverarbeitungsverfahren den Metalleindruck:

  • Matte Folienkaschierung: Sie drückt die Metallpartikel flach und schwächt die Metallwirkung um 20-30 %.
  • Glänzende Folienkaschierung: Sie erhält die Metallwirkung, doch unter reflektierendem Licht sind Blasen in der Folie sichtbar und beeinträchtigen das Erscheinungsbild.
  • UV-Lackierung: Bei der UV-Härtung entstehen 60-80 ℃. Die Oberfläche der Metallpartikel oxidiert und dunkelt um 5-10 % nach.

Realer Fall: Ein Digitaldruckbetrieb in Jiangsu produzierte mit HP Indigo Geschenkboxen in Pantone 872C Metallgold. Der Kunde verlangte eine matte Folienkaschierung. Bei der Abnahme bewertete er die Metallwirkung mit 2.8/5, während sie bei Werksauslieferung 3.2/5 betrug. Der Kunde reklamierte, und der Druckbetrieb erstattete die Kosten der Folienkaschierung in Höhe von 2.5 万RMB.

Was der Druckbetrieb umsetzen kann: Nach dem Druck einer Metallsonderfarbe empfiehlt sich eine punktuelle Lackierung ohne Folienkaschierung oder eine glänzende Folie mit anschließender punktueller UV-Schleifbearbeitung. Eine vollständige Folienkaschierung sollte vermieden werden, da sie den Metalleindruck flachtdrückt. Diese Sonderbearbeitung sollte im Angebot separat als „Nachverarbeitungsgebühr für Metallsonderfarben“ ausgewiesen und nicht in den allgemeinen Nachverarbeitungskosten versteckt werden.

3 reale Szenarien für Aufträge mit Metallfarben

Szenario 1: Der Kunde benötigt einen echten metallischen Glanz

Der Druckbetrieb lehnt die Digitaldrucklösung ab und empfiehlt digitale Heißprägung über ein Digital-Heißprägungsmodul oder eine separate Heißprägemaschine beziehungsweise Offset mit Heißprägefolie. Bei digitaler Heißprägung kann die Metallwirkung 4.8/5 erreichen, bei Offset mit Heißprägefolie 5/5.

Szenario 2: Der Kunde wünscht eine Metallfarbe, akzeptiert aber einen Verlaufseffekt

Die Produktion erfolgt auf HP Indigo. Dabei wird ΔE auf 2.5-3.0 begrenzt. Zunächst werden 100 Musterbogen hergestellt und vom Kunden schriftlich freigegeben, bevor die Großserie gedruckt wird. Diese Konstellation ist bei chinesischen Beauty- und Teemarken sowie bei Geschenkboxen häufig.

Szenario 3: Der Kunde akzeptiert eine CMYK-Simulation

Eine Metallfarbe wird im Toner-Digitaldruck mit CMYK bei ΔE 5-8 simuliert. Diese „nicht echte Metallfarbe“ wird häufig für Umkartons von Fast-Move-Consumern, Plakate und Geschenkboxen im E-Commerce eingesetzt. Das Angebot des Druckbetriebs ist 30-40 % günstiger und wird vom Kunden meist gut akzeptiert.

FAQ

Weiterführende Lektüre

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Häufige Fragen

Soll der Kunde digitale Heißprägung oder eine Metallfarbe im Digitaldruck wählen?

Wenn der Kunde einen echten Metalleindruck benötigt, ist digitale Heißprägung mit ΔE 1.0-1.5 die bessere Wahl und nähert sich der Offset-Heißprägung. Für einen metallischen Farbverlauf eignet sich HP Indigo mit Pantone 871-877 und ΔE 2.5-4.2. Bei niedrigem Budget und lediglich gewünschter „Silberwirkung“ kann Toner-Digitaldruck mit CMYK bei ΔE 5-8 eingesetzt werden.

Kann eine HP-Indigo-Metallfarbe mit glänzender Folie kaschiert werden?

Ja, zunächst sollten jedoch 100 Musterbogen zur schriftlichen Freigabe durch den Kunden hergestellt werden. Die glänzende Folie erhält die Metallwirkung, doch Folienblasen werden unter reflektierendem Licht deutlich sichtbar. Eine matte Folie drückt den Metalleindruck um 20-30 % flach und wird nicht empfohlen.

Wie kann ein hoher ΔE-Wert bei Pantone 876C Roségold reduziert werden?

Roségold besitzt naturgemäß einen höheren ΔE-Wert. HP Indigo erreicht üblicherweise 3.5-4.2, digitaler UV-Druck 2.0-3.0. Zunächst sollte ein Muster im digitalen UV-Druck gefertigt und die Metallwirkung bestätigt werden. Nach schriftlicher Freigabe kann die Großserie auf HP Indigo produziert werden. Roségold wird in chinesischen Beauty-Geschenkboxen besonders häufig verwendet, wobei die Anforderungen an die Metallwirkung meist geringer sind als bei europäischen und amerikanischen Kunden.

Können Metallpartikel die Farbwalzen verstopfen?

Ja. Metallpartikel mit 4-15 μm können die Farbwalzen des Druckers verstopfen und eine ungleichmäßige Farbübertragung verursachen. Flüssigfarben im HP-Indigo-Digitaldruck lassen sich vergleichsweise einfach reinigen, während digitaler UV-Druck die geringste Verstopfungsgefahr bei den Farbwalzen aufweist. Nach einem Auftrag mit Metallsonderfarbe sollte eine gründliche Reinigung der Farbwalzen durchgeführt werden.

Kann eine UV-Lackierung nach einer Metallsonderfarbe die Farbe verändern?

Ja. Bei einer UV-Härtungstemperatur von 60-80 ℃ oxidieren die Oberflächen der Metallpartikel. Metallgold dunkelt um 5-10 %, Metallsilber um 3-8 % nach. Vor der UV-Lackierung empfiehlt sich eine Grundierung, die zuerst gehärtet wird, gefolgt von der UV-Lackierung. Alternativ kann ein UV-Härtungsverfahren mit einer Temperatur von höchstens 40 ℃ eingesetzt werden.

Wie werden die Kosten für Metallfarbmuster berechnet?

Die Kosten für Muster in Metallsonderfarben liegen 80-150 % über den üblichen CMYK-Musterkosten. Grund sind die separate Farbeinstellung, ein Probedruck von 100 Bögen und mehrere Kalibrierungen. Die Druckbetriebe sollten diese Kosten separat als „Einrichtungskosten für Metallsonderfarben“ anbieten und nicht in den normalen Musterkosten verstecken.

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