Ein Artikel zum Verständnis gängiger englischer Abkürzungen in der Verpackungsdruckbranche
💡 💡 Auf einen Blick
Verzeichnis gängiger englischer Abkürzungen in der Verpackungsdruckindustrie – abdeckt die Bereiche Verfahrenstechnik, Compliance und Wirtschaft.
Farbabkürzungen im Druck
CMYK: Vierfarbdruck aus Cyan, Magenta, Yellow und Key/Black – der Standardfarbraum für den Farbdruck.
PMS (Pantone Matching System): Schmuckfarben-System, das Farben über Nummern definiert (z. B. PMS 185 C für ein Marken-Rot). Schmuckfarben eignen sich für Markenfarben und einfarbigen Logodruck.
RGB: Drei-Farben-Lichtmodell aus Rot, Grün und Blau – der Farbraum für Bildschirmanzeigen. Wird eine Druckvorlage direkt im RGB-Modus gedruckt, kommt es zu starken Farbabweichungen; eine Umwandlung in CMYK ist zwingend erforderlich.
Hex: Hexadezimaler Farbcode für das Web (z. B. #FF0000 für reines Rot), der hauptsächlich für E-Commerce-Produktbilder und Webdesign-Vorlagen verwendet wird.
Druckverfahren-Abkürzungen
CMT (Cutting, Making, Trimming): Schneiden – Formen – Besäumen, Abkürzung für die drei Arbeitsschritte der Verpackungsboxbearbeitung. Ausländische Kunden verwenden in Anfragen häufig den Begriff CMT service.
CMYK + K: Vierfarbendruck plus Schwarz als Vollton, wird in einigen Druckszenarien verwendet.
UV (Ultraviolet): UV-Härtungsverfahren, bei dem UV-Tinte oder UV-Lack unter ultraviolettem Licht augenblicklich aushärtet; häufig eingesetzt für partielles Lackieren.
OPP (Biaxially Oriented Polypropylene): biaxial gereckte Polypropylenfolie, häufig verwendet zum Laminieren und als Geschenkverpackungs-Umschlag.
PET (Polyethylene Terephthalate): Polyethylenterephthalat, ein gängiges Etikettenmaterial und transparentes Verpackungsmaterial.
PVC (Polyvinyl Chloride): Polyvinylchlorid, häufig verwendet für Karten und transparente Fensterfolien. Anwendungen mit Lebensmittelkontakt müssen der Norm GB 4806.7 entsprechen.
Verpackungsstruktur-Abkürzungen
FEFCO: Europäischer Verband der Wellpappenhersteller, der das Nummerierungssystem für Wellpappkartons festlegt (z. B. 0201 ist eine Standard-Schlitzbox).
ECMA: Europäischer Verband der Kartonagenhersteller, der Klassifizierungsstandards für Kartonagen festlegt.
POS (Point of Sale): Verkaufsstellenverpackung, bezeichnet Verpackungsdesigns, die im Einzelhandel im Regal präsentiert werden.
PDQ (Pretty Darn Quick): Schnelldisplaybox, ein im Einzelhandel schnell aufbaubarer Displaykartontyp.
Regulierungs- und Zertifizierungsabkürzungen
FDA (Food and Drug Administration): US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde. FDA 21 CFR legt die Anforderungen für Materialien mit Lebensmittelkontakt fest; Lebensmittelverpackungen für den Export in den US-Markt verweisen häufig darauf.
FSC (Forest Stewardship Council): Zertifizierung des Forest Stewardship Council, die bestätigt, dass Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Internationale Marken verlangen bei der Beschaffung häufig FSC-zertifiziertes Papier.
RoHS (Restriction of Hazardous Substances): EU-Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe, die den Gehalt an Blei, Quecksilber, Cadmium usw. begrenzt.
REACH: EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Verpackungsmaterialien, die in die EU exportiert werden, müssen die REACH-Anforderungen erfüllen.
GB (Guo Biao): Abkürzung für chinesische Nationalstandards. Bei Lebensmittelverpackungen wird häufig auf die Normen der Reihe GB 4806, GB 9685 usw. verwiesen.
ISO: Internationale Organisation für Normung. Bei Verpackungen für Medizinprodukte wird häufig auf die Normen der Reihe ISO 11607 verwiesen.
Geschäftsmodell-Abkürzungen
B2B (Business to Business): Unternehmen an Unternehmen, z. B. ein Verpackungslieferant bedient Markenkunden.
B2C (Business to Consumer): Unternehmen an Verbraucher, z. B. wenn eine Marke ihre Produkte direkt über den E-Commerce an Endkunden verkauft.
C2C (Consumer to Consumer): Verbraucher an Verbraucher, häufig anzutreffen bei Second-Hand-Plattformen und individuellen Handmade-Marktplätzen.
OEM (Original Equipment Manufacturer): Auftragsfertigung – der Kunde liefert das Design, die Fabrik übernimmt die Produktion.
ODM (Original Design Manufacturer): Designfertigung – die Fabrik bietet Design und Produktion als integrierten Service aus einer Hand.
MOQ (Minimum Order Quantity): Mindestbestellmenge. In der Verpackungsbranche ist im Digitaldruck eine Mindestmenge ab 10 Stück möglich, im Offsetdruck üblicherweise ab 1000+ Stück.
Häufige Abkürzungen von Branchenorganisationen
CPIA (China Printing Industry Association): Verband der chinesischen Druckindustrie.
PIFA (Packaging Industry Federation of Asia): Asiatischer Verband der Verpackungsindustrie.
Preislisten richtig lesen
Häufige Abkürzungen auf Lieferantenpreislisten: CBM (Kubikmeter, Frachtberechnung), MOQ (Mindestbestellmenge), L/T (Lead Time Lieferzeit), FOB (Free On Board), CIF (Cost, Insurance and Freight).
Ein Beispiel für eine Standardpreisliste: MOQ 500 Stück, L/T 12 Tage, FOB Shenzhen, CMYK + Spot-UV + Mattkaschierung – das bedeutet 500 Stück Mindestbestellmenge, 12 Tage Lieferzeit, FOB Shenzhen, Vierfarbdruck plus partieller UV-Lack plus Mattkaschierung.
Terminologie-Tool
Wenn Sie auf unbekannte englische Abkürzungen stoßen, können Sie zunächst in Google nach Verpackung + Abkürzung suchen oder in der RAG-Wissensdatenbank der Verpackungsindustrie (z. B. in der 07_glossary.yaml von LeXiang Packaging) nachschlagen. Fachbegriffe müssen genau nachgeschlagen werden, um zu vermeiden, dass falsche Bezeichnungen in E-Mails oder Designdateien zu Nacharbeit führen.
Häufige Fragen
Wie wählt man zwischen CMYK und PMS?
Farbfotos und Verläufe werden mit CMYK gedruckt; Markenfarben und einfarbige Logos mit PMS (Pantone Sonderfarbe). Beide können kombiniert werden: CMYK für Hintergrundmuster, PMS für die Markenfarbe.
Was ist der Unterschied zwischen FDA und RoHS?
FDA ist die US-amerikanische Verordnung für Lebensmittelkontakt, RoHS ist die EU-Beschränkung für gefährliche Stoffe. Für den Export in unterschiedliche Märkte müssen die jeweiligen Vorschriften eingehalten werden; für den chinesischen Markt kann die GB 4806 Normenreihe als Referenz dienen.
Was ist einfacher – OEM oder ODM?
ODM ist einfacher, da die Fabrik sowohl Design als auch Produktion übernimmt; bei OEM muss der Kunde die kompletten Designdateien bereitstellen. ODM eignet sich für Start-up-Marken ohne eigenes Designteam.
Ist eine FSC-Zertifizierung zwingend erforderlich?
In China nicht verpflichtend, aber internationale Marken (z. B. internationale Kosmetik- und Luxusmarken) verlangen bei der Beschaffung in der Regel FSC-zertifiziertes Papier von ihren Lieferanten, um ihre Verpflichtungen zu nachhaltiger Verpackung zu erfüllen.
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